Südtirol 2016

Montag:

Telfes am Abend

Nach einer langen und  anstrengenden  Busfahrt erreichten wir unser erwünschtes Studienfahrtziel: Südtirol. Pünktlich 18:00Uhr rollte der Bus auf den Hof unserer Unterkunft, im alpinen Telfes. Auch enge und steile Serpentinen gehörten zur Anfahrt. Aus den Fenstern des Gasthofes können wir die Dorfkirche (siehe Bild oben) und das, sich nach  beiden Seiten erstreckende, Tal sehen. Rauschende Bäche prägen das Landschaftsbild genauso, wie die muhenden Kühe auf den Almen. 

Gut gestärkt beenden wir nun den Tag, um möglichst früh in Richtung Malcesine am Gardasee aufzubrechen.

Dienstag:

Malcesine am Gardasee

Am zweiten Tag unserer wunderschönen Südtirolreise hieß es wieder Bus fahren. Wir schlängelten uns auf zahlreichen Serpentinen durch die bergige Landschaft. Pralle rote Äpfel und viele Rebstöcke schmückten die Straßenränder. Nach 3 Stunden erreichten wir endlich den Gardasee.

Dieser riesige  See, mit Oliven und Zitronen gesäumten Ufern, ist stark italienisch geprägt. Durch die mediterrane Vegetation, gutes Wetter und italienische Häuser fühlt man sich ans Mittelmeer versetzt. Nur die empor ragenden Felsformationen erinneren an die alpinen Einflüsse.

Während dieses ereignisreichen Tages besichtigten wir das Schloss von Malcesine und erkundeten die Altstadt in kleinen Gruppen. Zahlreiche Gassen prägten die Ortschaft und luden zum Bummeln ein. Die Pizzerias, Eisdielen und Kunstgeschäfte schmückten den alten Stadtkern. In unserer Freizeit konnten wir die  vielen Eindrücke dieser wunderschönen Gegend aufnehmen und mit vielen Fotos dokumentieren. Im heute abgebildeten Foto ist ein kleiner steiniger Strand des Ortes Malcesine am Gardasee zu sehen.

 

Mittwoch:

Altstadt Sterzing

Heute hieß es einmal ausschlafen. Wir waren nicht auf den Bus angewiesen und konnten deshalb mit dem Tagesprogramm etwas später starten. Nach dem rustikalen Frühstück schnürten wir unsere Wanderschuhe, füllten die Trinkflaschen und überprüften die Funktionsfähigkeit unserer Fotoapparate. Dann hieß es: Ab in die Berge! Je nach der Leistungsfähigkeit haben sich Gruppen gebildet, die den ca. 600m hohen Anstieg wagten. Langsam bahnten wir uns den Weg durch den bemoosten märchenhaften Wald  bis zur Baumgrenze. Dort erreichten wir auch die Bergstation der Seilbahn, mit der wir ins Zentrum nach Sterzing fuhren. Einen Höhenunterschied von mehr als 1000m legten wir in schwindelerregender Höhe in Gondeln zurück.

Unten angekommen, hatten wir noch genügend Zeit, die wunderschöne Altstadt von Sterzing zu erkunden. (siehe 1. heutiges Bild) Die damals, durch den Silberabbau wohlhabend gewordene Stadt, besitzt eine kleine Einkaufsgasse. Diese besteht aus vielen aneinander gereiten bunten Häusern, die einer Perlenkette gleichen.

Ein Kaffee in Brixen

Nach der kurzen Erkundungstour begaben wir uns wieder in den Bus, um unser straffes Tagespromm zu schaffen. Die nächste Station war Brixen. Die  Besichtigung des berühmten Doms zählte zum Höhepunkt in dieser Stadt. Neben diesem Wahrzeichen sind die Laubengassen in Brixen eine der sehenswerten Seiten der Stadt. Während unserer Freizeit hatten wir eine ausreichend lange Pause, um einen oder auch mehrere typische italienische Cappuccinos zu trinken und Törtchen zu essen. (siehe 2. Bild vom Mittwoch)

Auch die Besichtigung der Festung Franzensfeste, einer großen Festung vor Brixen, gehörte zum Programm. Abends, nach dem Abendbrot, fielen wir erschöpft in die Betten.

 

 

Donnerstag:

Die Dächer von Verona

Nach der wunderschönen Wanderung gestern, hieß es heute wieder Bus fahren. 3 Stunden lang fuhren wir in Richtung Süden, um den Altstadtkern von Verona zu erkunden. Rund um die Arena von Verona, der berühmtesten Sehenswürdigkeit der Stadt, zieht sich ein Gewirr aus Gassen durch den Stadtteil. Ein idealer Ort zum Verlaufen! Die antike Arena zählt zu den größten 3 in Italien und nimmt für die Stadt eine ebenso wichtige Rolle, wie das Kolosseum in Rom ein. Die vielen verschlungenen Gässchen mit den typisch italienischen Häusern beherbergen Restaurants, Bars und unzählige Geschäfte und laden zum Bummeln ein. Läden, wie Louis Vuitton, Emporio Armani und Michael Kors, schafften es den Großteil der Geschäftsfläche in Verona zu erobern und die preiswerteren Alternativen wie C&A aus der Altstadt zu verbannen. Natürlich liefen wir die prunkvollste aller Geschäftsgassen „Via Mazzini“ entlang und bestaunten die sündhaft teuren Kleidungsstücke, die nur darauf warten gekauft zu werden.

Zum kulturellen Programm gehörten die Besichtigung der Arena, des Hauses der Julia und des höchsten Turms der Stadt. So konnten wir einem schönen Violinkonzert unter freiem Himmel lauschen, auf den Spuren  von Romeo und Julia wandeln und die Dächer von Verona bestaunen. (siehe heutiges Bild)

Während unseres Aufenthalts haben wir unsere Klassenkameraden, die sich für die Toskanareise entschieden haben, getroffen und konnten gemeinsam mit ihnen die Stadt erkunden. Dann hieß es Abschied nehmen, da wir (die Südtirolgruppe) wieder in unser idyllisches Bergdörfchen zurück führen.

 

 

Freitag:

Das Ridnauntal

Vor dem Frühtück beluden wir den Bus, um nach dem letzten Frühstück den letzten Tag zu beginnen. Nach einer nur 20 Minuten langen Fahrt erreichten wir eine historische Silbermine im Ridnauntal, die wir besichtigten. Zahlreiche multimediale und interaktive Bereiche des Bergwerkmuseums stellten die Silberförderung im Silberbergwerk vor Jahrhunderten bildhaft dar. Nachdem wir einem traditionellen Knappenritual folgten und gemeinsam „Glück auf“ vor dem Betreten des Berges riefen, betraten wir den Stollen. Das Ritual wurde damals vollzogen, um sich eine lebendige Rückkehr aus dem Stollen zu wünschen.   Am Ende der Führung betraten wir also den kühlen und kalten Stollen, um auf den Spuren der Bergwerksarbeiter zu wandeln. Als wir in einen 1 m hohen und 50cm breiten Stollen entlang kriechen konnten, war es möglich, sich in die körplich schwere Arbeit der Knappen hinein zu versetzen. Erstaunt über die vielen neuen Informationen und halb durchfroren setzten wir uns in Richtung Aglalm in Bewegung. Auch eine Biathlonstrecke lag auf unserem Weg.

Motiviert kämpften wir uns die steinigen Wege empor. Nadelwälder waren zu beiden Seiten unseres Weges sichtbar und sorgten gemeinsam mit den Nebelschwaden für eine unbeschreibliche Atmosphäre. Flechten, Preiselbeeren, Almkräuter, Farne und Pilze, wie Maronen,  begleiteten uns am Wegesrand vom Fuß des Berges bis zur Alm. Das Geplätscher des rauschenden Bachs galt uns als Orientierungshilfe und bot viele Fotomotive. Nach dem Überschreiten der Baumgrenze führte uns der Weg über Geröll durch die karge Landschaft mit Flechten und Gräsern. Um uns herum erhoben sich Berge in de Himmel empor. die von jeder Vegetation unangetastet schienen .Erschöpft  ließen wir uns in der Aglalm (heutiges Bild) nieder und genossen typische südtiroler Spezialitäten, wie Käseknödel und Apfelstrudel, in einer urigen Holzhütte. Während des Speisens bot sich uns ein außergewöhnliches Panorama.

Über unterschiedliche Routen bahnten wir uns den Weg zurück ins Tal und genossen dabei einen Traumhaften Blick. Abends aßen wir in großer Runde gemeinsam Pizza und ließen die letzten Minuten unserer lang ersehnten Kursfahrt ausklingen. Nun heißt es: Ab nach Hause!

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